Sehen und verstehen: Beschneiungsanlage

Das Klima in unseren Breitengraden wird immer wärmer. Während in den letzten 30 Jahren die durchschnittliche Temperatur weltweit um 0,1 bis 0,2 °C pro Jahrzehnt zugenommen hat, waren es in der Schweiz 0,4 bis 0,6 °C. Eine Folge davon ist, dass es in tiefen Lagen immer weniger Schnee gibt. Für die Winterkurorte kann dies schwerwiegende wirtschaftliche Folgen haben: Fehlt der Schnee, fehlen auch die Touristen. Immer mehr Skistationen setzen deshalb Beschneiungsanlagen ein, um auch für die unteren Pistenbereiche die Schneesicherheit zu gewährleisten. Dazu müssen Investitionen in Millionenhöhe getätigt werden.

Für die künstliche Schneeproduktion braucht es Wasser, Luft und elektrischem Strom. Umweltschutzkreise kritisieren den hohen Energie- und Wasserverbrauch und befürchten, dass durch die längere Abschmelzzeit der kompakteren Kunstschneedecke die Alpenflora gestört wird. Der Wasser- und Stromverbrauch hält sich indessen in Grenzen. Die „weisse Arena“ in Laax beschneit zum Beispiel 7 % ihrer gesamten Pistenlänge und produziert in einem durchschnittliche Winter etwa 140'000 m3 Schnee. Dafür werden etwa 100'000 m3 Wasser und 300'000 kWh Strom verbraucht. Zum Vergleich: eine Kunsteisbahn verbraucht pro Saison ca. 500'000 kWh Strom.