Sehen und verstehen: Fortschrittliche Kernreaktoren

Seit der Inbetriebnahme der ersten Kernreaktoren hat sich die friedliche Nutzung der Kernenergie enorm weiter entwickelt. Die Schweizer Kernkraftwerke wurden dem Stand der Technik ständig angepasst und gelten als sehr sichere Anlagen. Trotzdem kommen sie langsam in die Jahre und müssen früher oder später stillgelegt werden. Als Ersatz für sie kommen Kernreaktoren der nächsten Generation mit nochmals erhöhter Sicherheit in Frage. Ein Reaktor dieses Typs ist der europäische Druckwasserreaktor (EPR), von dem sich in Finnland und Frankreich je eine Anlage im Bau befindet. Er weist vierfach gesicherte Sicherheitssysteme auf, und selbst bei einer (extrem unwahrscheinlichen) Kernschmelze sollen keine radioaktiven Stoffe nach aussen gelangen können. Eine weitere Entwicklung ist der Siedewasserreaktor SWR 1000, der in diesem Schaubild dargestellt ist. Er verfügt neben den herkömmlichen Sicherheitsmassnahmen über passiv wirkende Sicherheitssysteme, mit denen Störfälle ohne menschliches Eingreifen und ohne Energiezufuhr von aussen beherrscht werden können. Auch bei diesem Konzept blieben die Auswirkungen einer Kernschmelze auf die Anlage beschränkt.