Sehen und verstehen: das Laufkraftwerk

Laufkraftwerke nutzen das Wasser von grösseren Flüssen zur Stromproduktion. Damit ein Gefälle ausgenutzt werden kann, wird ein Stauwehr gebaut, welches das Wasser in der Regel über mehrere Kilometer zurückstaut. Die Energie, die sich aus einem Wasserkraftwerk gewinnen lässt, ist abhängig von der Wassermenge und der Fallhöhe des Wassers. Ein Kilogramm Wasser mit einer Höhendifferenz von einem Meter weist eine potentielle Energie von 9,81 Wattsekunden oder 0,000'002’7 Kilowattstunden auf. Für eine Kilowattstunde potentielle Energie braucht es beispielsweise eine Fallhöhe von 20 Metern und 18,35 Kubikmeter (18’350kg) Wasser. Bei einem Laufkraftwerk ist die Fallhöhe gering (bis maximal etwa 30 Meter), die genutzte Wassermenge aber gross. Die Stromproduktion ist von der Wasserführung der Flüsse abhängig und daher im Sommer grösser als im Winter. Im Tagesablauf produzieren Laufkraftwerke rund um die Uhr gleich viel Strom, sie liefern sogenannte Grundlast- oder Bandenergie.