Sehen und verstehen: das Speicherkraftwerk

Speicherkraftwerke nutzen Wasser aus einem Stausee zur Stromproduktion. Um das Wasser zu stauen, müssen Talsperren (Staumauern, Staudämme) errichtet werden. Die Energie, die sich aus einem Wasserkraftwerk gewinnen lässt, ist abhängig von der Wassermenge und der Fallhöhe des Wassers. Ein Kilogramm Wasser mit einer Höhendifferenz von einem Meter weist eine potentielle Energie von 9,81 Wattsekunden oder 0,000'002’7 Kilowattstunden auf. Für eine Kilowattstunde potentielle Energie braucht es also beispielsweise 1 Kubikmeter (1'000 kg) Wasser mit einer Höhendifferenz von 367 Metern. Bei einem Speicherkraftwerk ist die Fallhöhe gross (bis maximal etwa 2'000 Meter), die Wassermenge aber relativ gering. Speicherkraftwerke können schnell in Betrieb genommen und wieder abgestellt werden und sie lassen sich schnell an den Strombedarf anpassen. Sie werden deshalb hauptsächlich zur Deckung des schwankenden Spitzenstrombedarfs eingesetzt.