Sehen und verstehen: die Wärmepumpe

Wärmepumpen sind attraktive Alternativen zu Öl- und Gasheizungen. Sie verringern die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und die Belastung der Atmosphäre mit dem klimaschädlichen Kohlendioxid (CO2). Dies gilt in besonderem Masse für die Schweiz, wo der Strom fast zu hundert Prozent CO2-frei hergestellt wird, in geringerem Umfang aber auch für Länder mit Kohle , Öl- und Gaskraftwerken. In der Schweiz wurden 2006 drei Viertel aller neu erbauten Einfamilienhäuser mit Wärmepumpen ausgerüstet.

In vielen Fällen ist es sinnvoll, eine Wärmepumpe mit Sonnenkollektoren zu kombinieren, um auf diese Weise noch mehr Energie aus der Umwelt zu nutzen.

65–75 Prozent Umweltwärme
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) einer Wärmepumpe gibt das Verhältnis zwischen abgegebener Heizwärme und zugeführter Antriebsenergie an (gemessen während eines Jahres). Je grösser die JAZ einer Wärmepumpe, desto kleiner sind der Stromverbrauch und damit die Betriebskosten. Abhängig von der Temperatur der Wärmequelle und der Temperatur des Heizungswassers hat eine Wärmepumpe eine JAZ von 3 bis 4, das heisst, sie liefert drei- bis viermal so viel Wärmeenergie, als sie elektrische Energie aufnimmt. 65 bis 75 Prozent der Heizwärme kommen somit aus der Umwelt.